Mondscheinsonate
08.08.2008, 08:48
Nun, du stehst in Hietzing und wie geht es weiter – gehst du zum Dommayer, trinkst eine Melange und isst einen Apfelstrudel, so wie es die alten Adeligen früher schon taten, oder gehst du weiter durch ein großes gusseisernes Tor und lässt den weißen Kies knirschen?
Du hast ja Zeit, niemand hetzt dich und du solltest dich auch nicht hetzen lassen, denn du bist im Schlossbezirk und hier muss Gemütlichkeit herrschen. Die alten Villen im hellen Glanz oder verfallen, wie man es sehen will, neue Bauten, hässlich, funktionell, das Altenheim, der „Grüne Berg“, eine unendlich verstaute Strasse,… egal, du findest alles, was du willst, aber eines ist wirklich einzigartig und du spürst es ganz extrem, wenn du dich hier weiterbewegst: der Glanz ist noch vorhanden, die Kaiserzeit ist spürbar, es liegt in der Luft.
Der Garten ist wunderschön: weißer Kies, Plantanen, Eichen, Buchen, alles was das Herz möchte, ein Labyrinth, ein Schmetterlingshaus, mit wunderbar exotischen Faltern, Echsen im Wüstenhaus, Fledermäuse, das berühmte Palmenhaus aus dem Jahre 1882 mit den exotischen Pflanzen, dem weichen Rindenmulch auf den Wegen, der nassen Hitze, die dir entgegenkommt, wenn du es betrittst, die meterhohen Ficus Benjamins, ein Traum. Im Burggarten gibt es auch ein Palmenhaus, aber das ist etwas kleiner. Die Orangerie, unsere alten Pflanzen, oft schon 300 Jahre, werden gehegt und gepflegt und manchmal gibt es auch einen Orchideenflohmarkt der Gartenschule.
Der Jogger tut sich heute recht schwer, denn wenn die Sonne scheint, dann scheint sie extrem kräftig in Schönbrunn, die Erhöhung ist heute kaum zu schaffen und dann, endlich ist er oben, dort, wo der Ausblick am schönsten ist, bei der Gloriette. Sie wurde 1775 als frühklassizistischer Kollonadenbau auf der Hügelkuppe errichtet. Und nun, den Ausblick genießen – der Schönbrunner Wald, scheint sich endlos zu erstrecken, der Tierpark, zu dem wir heute noch gehen werden, die Skyline von Wien und ein Blick genauer, nach unten, zum wunderbaren, in sogenannten „schönbrunnergelb“ gehaltenen Schloss mit seinen Balkonen und grünen Fensterläden, wunderschön restauriert. Davor der große Brunnen, mit den Enten drinnen, die elegant gesetzten Blumen im hübschen altmodischen Design, die gerade geschnittenen Bäume, exakt gleich graden Büschen, alles ein Kunstwerk, alles perfekt und wir sind stolz auf diesen Prunk.
Heute fahren keine Kutschen mehr vor und keine Diener in Livree stehen am Eingang und begrüßen dich, nein, dafür kannst du hoch löhnen, damit du dir das Schloss von innen ansehen kannst, in dem Kaiserin Maria Theresia, sie war wohl unsere höchste Frau im Staate Österreich, gewohnt hat, unser ehrwürdige Kaiser Franz Joseph und seine bezaubernde und weltweit geliebte Sissi, Elisabeth. Man kann es sich noch vorstellen, wie sie traurig aus dem Fenster auf den Tiergarten herunter sah. Das Schloss auf alle Fälle, das kann sich sehen lassen.
Wo einst die Hofdamen kichernd auf den Bänken saßen, sitzen jetzt deren Ur -, Ur -, Urenkeln , schon etwas ergraut und schweigen oder unterhalten sich zu zweit, genießen jeden Sonnenstrahl oder füttern die Eichhörnchen, die sich ungeniert zu ihnen gesellen.
Die grauen Haare der Damen glitzern im Sonnenlicht.
Der Tiergarten ist ein beliebtes Ziel. Zumeist gerammelt voll kann man die Fütterung der neuen Tigerbabys, der 2 Wochen alten Löwenbabys und unserem Star, dem kleinen Panda Fu Long, zusehen. Natürlich auch der anderen Tiere. Nein, unsere Gehege sind nicht sehr groß, aber es wird viel getan im ältesten Zoo in Europa. Rothschildgiraffen sehen über den Zaun, während die Besucher im kleinen kaiserlichen Frühstückshaus gegenüber ihr Mittagessen einnehmen.
Ist jetzt ganz schön heiß geworden und du bist sicher erschöpft nach unserem langen Spaziergang. Ich denke, wir sollten noch ein wenig schwimmen gehen, im Schönbrunnerbad. Oder machen wir einen letzten Abstecher durch den Wald und sehen dem Dachs bei der Futtersuche zu? Wie du willst ...
Schönbrunn ist ein Traum in gelb. Ein Traum von einer ruhmreichen Vergangenheit, aber auch von Blut und Tränen, hübsch in gold gefasst. Wenn Wien etwas gut kann, dann Wahrheiten hübsch verpacken.
Du hast ja Zeit, niemand hetzt dich und du solltest dich auch nicht hetzen lassen, denn du bist im Schlossbezirk und hier muss Gemütlichkeit herrschen. Die alten Villen im hellen Glanz oder verfallen, wie man es sehen will, neue Bauten, hässlich, funktionell, das Altenheim, der „Grüne Berg“, eine unendlich verstaute Strasse,… egal, du findest alles, was du willst, aber eines ist wirklich einzigartig und du spürst es ganz extrem, wenn du dich hier weiterbewegst: der Glanz ist noch vorhanden, die Kaiserzeit ist spürbar, es liegt in der Luft.
Der Garten ist wunderschön: weißer Kies, Plantanen, Eichen, Buchen, alles was das Herz möchte, ein Labyrinth, ein Schmetterlingshaus, mit wunderbar exotischen Faltern, Echsen im Wüstenhaus, Fledermäuse, das berühmte Palmenhaus aus dem Jahre 1882 mit den exotischen Pflanzen, dem weichen Rindenmulch auf den Wegen, der nassen Hitze, die dir entgegenkommt, wenn du es betrittst, die meterhohen Ficus Benjamins, ein Traum. Im Burggarten gibt es auch ein Palmenhaus, aber das ist etwas kleiner. Die Orangerie, unsere alten Pflanzen, oft schon 300 Jahre, werden gehegt und gepflegt und manchmal gibt es auch einen Orchideenflohmarkt der Gartenschule.
Der Jogger tut sich heute recht schwer, denn wenn die Sonne scheint, dann scheint sie extrem kräftig in Schönbrunn, die Erhöhung ist heute kaum zu schaffen und dann, endlich ist er oben, dort, wo der Ausblick am schönsten ist, bei der Gloriette. Sie wurde 1775 als frühklassizistischer Kollonadenbau auf der Hügelkuppe errichtet. Und nun, den Ausblick genießen – der Schönbrunner Wald, scheint sich endlos zu erstrecken, der Tierpark, zu dem wir heute noch gehen werden, die Skyline von Wien und ein Blick genauer, nach unten, zum wunderbaren, in sogenannten „schönbrunnergelb“ gehaltenen Schloss mit seinen Balkonen und grünen Fensterläden, wunderschön restauriert. Davor der große Brunnen, mit den Enten drinnen, die elegant gesetzten Blumen im hübschen altmodischen Design, die gerade geschnittenen Bäume, exakt gleich graden Büschen, alles ein Kunstwerk, alles perfekt und wir sind stolz auf diesen Prunk.
Heute fahren keine Kutschen mehr vor und keine Diener in Livree stehen am Eingang und begrüßen dich, nein, dafür kannst du hoch löhnen, damit du dir das Schloss von innen ansehen kannst, in dem Kaiserin Maria Theresia, sie war wohl unsere höchste Frau im Staate Österreich, gewohnt hat, unser ehrwürdige Kaiser Franz Joseph und seine bezaubernde und weltweit geliebte Sissi, Elisabeth. Man kann es sich noch vorstellen, wie sie traurig aus dem Fenster auf den Tiergarten herunter sah. Das Schloss auf alle Fälle, das kann sich sehen lassen.
Wo einst die Hofdamen kichernd auf den Bänken saßen, sitzen jetzt deren Ur -, Ur -, Urenkeln , schon etwas ergraut und schweigen oder unterhalten sich zu zweit, genießen jeden Sonnenstrahl oder füttern die Eichhörnchen, die sich ungeniert zu ihnen gesellen.
Die grauen Haare der Damen glitzern im Sonnenlicht.
Der Tiergarten ist ein beliebtes Ziel. Zumeist gerammelt voll kann man die Fütterung der neuen Tigerbabys, der 2 Wochen alten Löwenbabys und unserem Star, dem kleinen Panda Fu Long, zusehen. Natürlich auch der anderen Tiere. Nein, unsere Gehege sind nicht sehr groß, aber es wird viel getan im ältesten Zoo in Europa. Rothschildgiraffen sehen über den Zaun, während die Besucher im kleinen kaiserlichen Frühstückshaus gegenüber ihr Mittagessen einnehmen.
Ist jetzt ganz schön heiß geworden und du bist sicher erschöpft nach unserem langen Spaziergang. Ich denke, wir sollten noch ein wenig schwimmen gehen, im Schönbrunnerbad. Oder machen wir einen letzten Abstecher durch den Wald und sehen dem Dachs bei der Futtersuche zu? Wie du willst ...
Schönbrunn ist ein Traum in gelb. Ein Traum von einer ruhmreichen Vergangenheit, aber auch von Blut und Tränen, hübsch in gold gefasst. Wenn Wien etwas gut kann, dann Wahrheiten hübsch verpacken.