Der Wandelwind
Transmitterschnitterbitterkeit,
Synapsenstillstandsfunken,
der Geist ging in die Ewigkeit,
die zeitlos ist und insoweit
bleibt man in ihr versunken.
Bewusstseinsreste hängen an,
Entwöhnung kommt erst später,
weil niemand wirklich wissen kann,
was dort geschieht, bleibt man im Bann
der Mächtigen im Äther.
Transmitterschnitterbitterkeit
hält Überraschungen bereit,
doch welcher Art dieselben sind,
bleibt offen, gleich dem Wandelwind.
wenigviel
27.09.2008, 09:07
Die erste Strophe prägt Verstand,
die zweite fast nur Glaube,
durch dritte wirbelt Wandelwind,
lässt Träume seh'n das Auge.
Hallo @ crux, liest sich sehr gut, aber macht mir meine dringenden Fragen nur erneut wieder bewusst.
Mit liebem Gruß, wenigviel
@ Hallo Hasel,
weiß nicht, ob das wirklich "schwere Kost" ist, wie du schreibst, allerdings berührt es die ewige Problematik zwischen Ratio und dem transzendenten Denken, besser wohl Kontemplation genannt. Schön, wenn der Text dir etwas sagen konnte und er dir gefällt.
Ich glaube das Bewusstsein bleibt nach dem Tod nicht nur erhalten sondern öffnet sich als Ganzes, gleich eines Strahls, der zur Sonne zurückkehrt. Wenn wir das Bewusstsein mit Wesenskern oder Seele gleichsetzen und wissen, dass Energie niemals verloren geht, sondern sich immer nur wandeln kann, dann ist der Tod ja nichts anderes als eine Transformation von einer Energieform in eine andere, was wiederum den Begriff des Ewigen zeitlos erscheinen lässt, denn die Zeit, so wie wir sie erleben, mag zusammen mit den im physikalischen Universum herrschenden sog. Naturgesetzen eine nur hier spürbare wechselwirkende Einheit bilden, die in anderen rein geistigen Dimensionen keine Gültigkeit mehr hat.
Jeden bleibt selbst überlassen, an was er glaubt. Richtig, nur wird irgendwann die Einsicht weit um sich greifen, dass die Manifestationen der Zukunft sehr stark von unseren derzeitigen Gedanken und dem, was wir glauben abhängen, in jeder Hinsicht.
@ Hallo wenigviel,
da ich weiß wie stark auch dich diese Dinge bewegen und du eine(r) der wenigen bist, die sich intensiv mit ihnen auseinandersetzt, freut es mich immer, wenn ich deine Gedanken zu meinen diesbezüglichen Texten nachlesen kann, dafür an dieser Stelle meinen herzlichen Dank.
Je stärker Fragen uns bedrängen,
die uns aus alten Geisteszwängen
erwachsen und nach vorne treiben,
gilt es zu wirken und zu schreiben. ;)
Liebe Grüße
crux
Lieber Seelenfreund,
und wie mir das gefällt!
Wie kommst du nur auf solche Wortgebilde? Ich kann nur staunen.
Du hast Makrokosmos und Mikrokosmos vereint.
Die Menschen denken, philosophieren, schreiben dicke Wälzer, sind oft nah dran an Wahrheiten um sich zugleich durch neue Versionen um Äonen von ihnen zu entfernen. So war es und so wird es wohl noch lange (oder immer?) bleiben.
Und dann kommt unser crux und faßt alles in nur drei Strophen.:rolleyes:
Liebe Grüße
Dana
Hallo Crux
die Frage, was kommt danach, ist eine Frage, die wohl alle Völker, in allen Ländern und zu allen Zeiten bewegt hat. Es ist schon so viel darüber geschrieben worden. Und überall sind die Annahmen darüber unterschiedlich und ähnlich.
Wer soll das auch wissen können?
Transmitterschnitterbitterkeit
hält Überraschungen bereit,
doch welcher Art dieselben sind,
bleibt offen, gleich dem Wandelwind.
Auch hier Spekulation darüber, ob es dann noch jemanden geben kann, der sich überraschen ließe oder gehen wir eventuell dann wieder dahin, von woher "wir" gekommen sind? Wer sind wir? Wer bin ich? Sind wir alle eins- Energie- was ist das. Wer definiert Energie?
Energie=Bewußtsein?
Wer ist sich bewußt?
Endlos die Fragen, so wie alles ohne Anfang und Ende zu sein scheint...auch nur wieder ein Konzept, das in "meinem" Bewußtsein seinen Anfang nahm und wohl zu keinem Ergebnis führen wird. Sollte ich mal da drüben sein, werde ich Dir eine Nachricht zukommen lassen, über all die Überraschungen, die mir zuteil wurden ;).
Es grüßt dich aus dem Diesseits
reinhard
@ Liebe Seelenschwester,
du weißt ja, welchen speziellen Theorien ich so nachhänge und wie ich mir die Einheit allen Seins vorstelle, mit all ihren Initialzündungen für noch weiter führende Gedankenexplosionen...;)
Wenn es nur in unserer Vorstellungswelt (einer u.U. virtuell verquantelten...) Raum, Zeit und Erkenntnisse gibt, in der rein geistigen Hemisphäre jedoch einzig und allein die Wahrnehmung der eigenen All-Vollkommenheit = Gott, was letztendlich nur reinste Liebe bedeuten kann, so man diese als höchste aller existierenden Energieformen apriori anzuerkennen bereit ist, wogegen nichts spricht, wird es immer das Bestreben des Einzelbewusstseins sein, zwischen den beiden höchst unterschiedlichen Bewusstseinszuständen hin und her zu pendeln, was man durchaus mit dem Intervall des Ein- und Ausatmens vergleichen kann, was wir dann immer wieder und in alle Ewigkeit als irdisches Dasein erfahren. Nur weil wir im jetzigen Zustand nicht in der Lage sind, Zeit als Illusion zu durchschauen, heißt dies ja noch lange nicht, dass sie wirklich existiert, und da sie -physikalisch gesprochen- nur in dreidimensionalen Räumen als solche überhaupt wahrgenommen werden kann, muss auch der Raum als illusorisch definiert werden. Wenn es nun so wäre, dass die einzige Motivation für jenes große EINE schon immer war, ist und stets bleiben wird, sich in Einzelwesen (Seelen) aufzuspalten um sich über diese innerhalb eines pulsierenden physikalischen Universums (Big Bang und Kollaps usw.) selbst spiegeln zu können, da in der Abwesenheit dessen, was nicht ist, das was ist, nicht sein kann, so bräuchte es weder eine Religion noch sonstige geistige Verrenkungen der Esoteriker, um zu verstehen, wie und warum alles so ist wie es ist. Die Akzeptanz des Soseins wäre demnach Voraussetzung für eine neue Wahrnehmung und Interpretation aller Erscheinungen, der sichtbaren wie der unsichtbaren, und führte uns weit hinter den hohen Sinn der zehn Grundillusionen, deren wir uns dann in einer nie gekannten Weise zu unser aller Wohl bedienen könnten. Nicht in ihnen, sondern mit ihnen zu leben, lautet also die Devise (in der Krise ;)). Im Jenseits gibt es keine Polarität, weshalb man dort keine Erfahrungen sammeln kann, es gibt "dort" "nur" das Allwissen um sich selbst, das u.a. völlige Bedürfnislosigkeit zeitigt, man ist dann eben das, was man schon immer war, nämlich ganz simpel: GOTT!
Freut mich ungemein, dieser Satz: Und dann kommt unser crux und faßt alles in nur drei Strophen. Merci bien, ma chère...:)
@ hallo Reinhard,
Es ist schon so viel darüber geschrieben worden. Und überall sind die Annahmen darüber unterschiedlich und ähnlich. Wer soll das auch wissen können? Ich denke, dass das, was wir "Wissen" nennen, immer nur im Rahmen dessen interpretieren können, der uns vorgegeben ist, d.h., wenn wir einmal davon ausgehen, dass jedes individuell erlebte Leben im physischen Körper nichts anderes ist als ein "abgekartetes Spiel", so müssen dafür gewisse Rahmenbedingungen geschaffen worden sein, deren eine lautet: "Der Ausgang ist ungewiss", wie es eben bei jedem Spiel der Fall ist, und schon hätten wir eine sinnhafte Erklärung dafür gefunden, das Nichtwissen wertvoll sein kann und somit notwendig. Desweiteren müssen vor Beginn eines jeden Spiels bestimmte Regeln für alle daran Beteiligten vereinbart werden, was wir im übertragenen Sinn mit folgenden Begriffen umreißen könnten: "freie Wahl der Strategie", "erlaubter Einsatz dramaturgischer Hilfsmittel wie Sprache, Gefühle, Mimik usw., "Tarnen und Täuschen", sowie "psychologische Einflussnahmen" aller vorstelbaren Art.
Nur weil wir nicht wissen, dass wir alle als Spieler agieren (besser wohl: Dramen aufführen ;)) kann das, was wir Überlebenstrieb nennen, überhaupt funktionieren, denn jeder ist doch neugierig wie sein Spiel ausgeht, ist demnach bestrebt, sich so lange wie nur möglich im Spiel zu halten, die Spannung des Nichtwissens aufrecht zu erhalten, denn ist das Spiel erst aus und steht das Ergebnis fest, fällt sofort alle Spannung von uns ab und wir sehen uns augenblicklich nach einer neuen Spielgelegenheit um. ;)
Auch hier Spekulation darüber, ob es dann noch jemanden geben kann, der sich überraschen ließe oder gehen wir eventuell dann wieder dahin, wo woher "wir" gekommen sind? Ganz sicher sind wir in stetigem Energiezustandswandel in ewig andauernden Zyklen eingebunden. Leben, verstanden als morphogenetische Energieeinheit, kann nunmal nicht zerstört werden, das ist völlig unmöglich und somit erübrigt sich auch schon die Frage nach dem Woher und Wohin, denn es gibt in Wahrheit keinen "Ort" von dem man kommt oder zu dem man geht, es gibt nur das sich wandelnde SEIN an sich, was wir bewusstes Leben nennen mögen, denn demzufolge ist ja auch der physische Tod des Körpers, der wir definitiv nicht sind, eine Illusion. Definitiv deswegen, weil nicht Materie den Geist gebiert, sondern umgekehrt, immer nur die höhere Energieform niedrigere (Schwingungsebenen) erschaffen kann, und da unsere Chemie mit gasförmigen, flüssigen und festen Stoffen arbeitet, die untereinander Bindungen eingehen, die wieder aufgelöst werden können, kann es nur so sein, dass die unsichtbaren aber dennoch nachweislich vorhandenen Energieformen der höheren und höchsten Frequenzen Materie = Energie in verdichteter Form (niedrigere Schwingungseinheiten) bilden können, nicht umgekehrt.
Mit dieser relativ eleganten Sichtweise wurde zumindest mir über viel Jahre hinweg peu à peu klar und verständlich, warum die Dinge so sind wie sie sind, und nicht anders. Sie erlaubt eine Rundumsicht ohne inneren Widerspruch (Paradoxien) und wirkt von daher äußerst beruhigend aufs Gemüt, aber nicht nur das.
Sollte ich mal da drüben sein, werde ich Dir eine Nachricht zukommen lassen, über all die Überraschungen, die mir zuteil wurden . Okay, das ist doch mal ein Angebot *freu*, dann man tau...;)
Gilt natürlich auch im umgekehrten Fall, versteht sich.. :)
Danke und liebe Grüße
crux
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