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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : wie ein Füchslein


Ingmar
06.06.2008, 08:46
In warmen Sommernächten lauern
wie ein Füchslein dreist und
frech ins Dickicht deiner Träume
schleichen sorgsam, dass kein Zweiglein bricht.
Erdbeersüße Küsse fangen auf
leisen Sohlen stehlen fort
liebeshungrig dann nach Haus’, denn
wenn der Tag die Augen öffnet,
ist das Märchen aus.

LordJim
07.06.2008, 17:09
Hallo Ingmar
noch kein Kommentar bei diesem interessanten Gedicht. Ich finde die Stimmung, die es erzeugt, wirklich märchenhaft und auch der füchsleinvergleich ist originell. ich gehe nun mal davon aus, dass der gebrochene satzbau absicht ist. nun gut. aber mich irritiert er doch sehr und ist er wirklich nötig? gerade im ersten abschnitt fehlt mir einfach das subjekt des satzes. ab "erdbeersüße küsse" geht die syntax zwar auch baden, aber hier ist der effekt nicht so störend, ich habe den eindruck, es sollen fetzen eines liebesmärchens sein?
gern gelesen, aber etwas ratlos
lg
LordJim

Ingmar
07.06.2008, 18:52
hallo lordJim,
ach wo, so ratlos bist du gar nicht, hast doch meine intuition erspürt;
ich habe die verse gebrochen (eigentlich auch nicht, denn versuch mal die worte anders zu verbinden), weil träume sind so "fetzenartig", nichts ist durchgängig, die bilder wechseln und am morgen bekommt man nur schwer einen zusammenhang;
damit du weißt, wie ichs meine
einmal anders

In warmen Sommernächten
lauern wie ein Füchslein
dreist und frech ins Dickicht
deiner Träume schleichen
sorgsam, dass kein Zweiglein bricht.
Erdbeersüße Küsse fangen
fort auf leisen Sohlen stehlen
liebeshungrig dann nach Haus’,
denn wenn der Tag die Augen öffnet,
ist das Märchen aus.


die verse könnte man sicher noch anders setzen...
lieben dank für dein lesen und grübeln :confused:
l.g. inge