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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Lächerlich (Tanka, Versuch )


Eddigeh
11.06.2008, 14:31
Witzig war sie nicht,
diese Stelle mit Wölfen -
war mir schon bekannt.

Warum sollte ich lachen?
Mir ist heut nicht zum heulen.

Leier
11.06.2008, 20:42
Lieber Camillo,

da ich von einem Tanka so viel Ahnung habe wie ein Dachs vom Strümpfestricken, kann ich nur sagen:
Der zweideutige Schluß gefällt mir sehr. Oder doch ganz eindeutig?
Steckt einfach nur Unbehagen dahinter oder doch Stolz?
31 Silben so zu füllen - nicht einfach!

Lieben Gruß
vom
Cyparis

Eddigeh
12.06.2008, 07:08
Lieber Cyparis,

Hab Dank für deinen Kommentar. Mir geht es da ähnlich wie dir und deinem Dachs.;)
Die Aussage ist ja recht simpel:
Geht es doch nur darum, dass Lyrich sich nicht dem Gruppenzwang unterwerfen will, ohne zu hinterfragen, ob etwas, nur weil es alle tun, auch richtig ist. Lässt sich auf alle Bereiche des Lebens übertragen, auch auf Dichter. Nur weil jemand einen guten Ruf hat, muss nicht alles was er schreibt exzellent sein. Hoffen wir also, dass es hier in diesem neuen Forum ehrlicher zugeht und nicht alle mit den Wölfen heulen.
Wie oben erwähnt, weiß ich immer noch nicht, ob diese Aussage in Form eines Tankas möglich ist. Vielleicht kommt ja noch was.

Herzlichst

Camillo

Total Blackout
13.06.2008, 11:03
Hi Ho,

leider kenne ich mich auch nicht sonderlich mit den fernöstlichen Gedichtsformen aus, demnach möchte ich auch nur etwas zum Inhalt sagen. In diese strenge Form des Tankas hast du wahrlich mit einer fast selbstverständlichen Ausdrucksweise eine wunderbare Aussage erschaffen, die mir wirklich sehr zusagt. Es erfodert schon ganz schön Mut, wenn alle etwas machen, das Gegenteil zu tun, oder etwas anderes als die Masse zu verrichten. Auch finde ich die Aussage sehr gut, dass ein Ruf noch lange keine guten Verse macht, denn jeder kann auch mal richtigen Mist schreiben.

Sehr aufklärersich deine Zeilen, die mir sehr gefallen.
Gern gelesen!
LG TBO

Eddigeh
14.06.2008, 06:39
Hallo TBO,

herzlichen Dank für deine wohlwollende Kritik.
Ja, ja, man möchte ja gerne, doch oft fehlt einem der Mut. Aber es hilft ja schon, dass man es sich ab und zu wieder bewußt macht: Die Quelle liegt am Anfang des Stroms.
Nachdem ich mich nun etwas mehr mit dieser fernöstlichen Dichtkunst befasst habe, muss ich aber zugeben, die Form passt ncht hierher.

Gruß

Camillo