Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wunder der Nacht, eine Fortsetzungsgeschichte
Wunder der Nacht
Der Frühlingsvollmond füllt die Nacht
mit seinem lichten Rund.
Ein kleiner Blumenelf erwacht
auf seiner Blüte Grund.
Er ist bereit hinaus zu gehn,
die Blüte zu verlassen,
die Wunder dieser Nacht zu sehn,
die ihn nicht schlafen lassen.
So öffnet er die Blüte sacht,
steigt aus dem Kelch hervor
und schwingt auf zarter Flügel Pracht
sich in die Luft empor.
Klatschmohn
14.06.2008, 23:00
Hallo Lidania,
das Gedicht hat mich schon einmal entzückt und tut es wieder.
Man wird wieder zum Kind wenn man Deine Zeilen liest.
Wunder-wunderschön. Ich freue mich auf Deine anderen Elfengedichte.
Vielleicht baust Du auch ein Werkeverzeichnis auf, vielleicht sogar mit Elfenbildern. Da kann man sie zusammen bewundern.
Liebe Abendgrüße,
Heidi
Liebe Lidania,
ich kann mich an ein wunderschönes Buch aus dem Elfenreich erinnern mit Bildern, die mich als Kind fasziniert haben.
Beim Lesen deines Gedichtes kamen dieses Bilder wieder. Noch mehr, die Bilder bewegen sich. "Ein kleiner Blumenelf erwacht auf seiner Blüte Grund" macht ihn lebendig und liebenswert ist er sowieso. Die Neugierde in den Augen wird sichtbar, ebenso der sachte Umgang mit der Blüte.
Dein Gedicht versetzt in eine fantastische Welt.
Liebe Grüße
Dana
Dann will ich euch die Fortsetzungen nicht lange vorenthalten....;):)
Flug zum See
Der Vollmond scheint auf Feld und Wald
mit seinem Silberlicht.
Von fern ein Eulenruf erschallt.
Den Elf erschreckt das nicht.
Vertraut ist ihm rings in der Flur
was lebt, wächst und gedeiht,
denn er ist eins mit der Natur
zu jeder Jahreszeit.
Der kleine Elf fliegt rasch dahin
durch laue Frühlingsnacht.
Zum Schilf am Waldsee zieht es ihn,
zur blauen Iris Pracht.
Klatschmohn
15.06.2008, 15:38
Hallo Lidania,
wie schön, der kleine zarte Elf bei der Iris. Wahrscheinlich hilft er ihr beim Aufblühen..
Mach doch einzelne Gedichte daraus. Hier kannst Du noch täglich drei Gedichte einstellen.
Oder binde sie untereinander, damit nichts die Lesefreude unterbricht.
Man gewinnt den kleinen Kerl schon richtig lieb. Du machst ihn ja richtig lebendig.
Gruß,
Heidi
Weil es eine Fortsetzungsgeschichte ist, wollte ich nicht für jeden Teil einen neuen Faden eröffnen. Und damit Zeit zum Lesen ist, auch nicht alles auf einmal reinstellen.
Außerdem ist ja auch noch nicht alles fertig. Ich weiß noch nicht, was sich so ergeben wird. Im Moment habe ich keine Ruhe zum Weiterschreiben neuer Teile. Vielleicht im Urlaub.
Also bekommt ihr erst einmal das, was bisher schon fertig ist - stückchenweise.....:);)
Nixengesang
Vom See, wo Wind im Schilfe rauscht
tönt wonnig zarter Klang.
Der kleine Elf andächtig lauscht
der Nixe Nachtgesang.
Wie glockenhell die Stimme klingt
erzählt von Frühlingszeit,
wenn Sonne endlich Wärme bringt,
den See vom Eis befreit.
Von neuem Leben nun erfüllt
ist rings die Wasserflut
und träumt vom Mondlicht eingehüllt
von Sommersonnenglut.
Klatschmohn
17.06.2008, 10:46
Liebe Lidania,
wie niedlich der kleine Elf dem Frühlingswehem verzückt lauscht.
Er scheint das Kind im Menschenzu symbolisieren, dass die Wunder der Natur noch unbefangen empfangen kann.
Liebe Grüße an die Elfenmama sendet,
Klatschmohn
Der Weg durch den Wald
Der kleine Elf lauscht lang verzückt
der Nixe Nachtgesang,
der tief sein Innerstes beglückt
mit seinem hellen Klang.
Dann hebt er seine zarten Flügel
und schwingt sich wieder in die Luft.
Sein Ziel ist nun der Feenhügel
wohin ihn seine Sehnsucht ruft.
Sein Flug führt in den Wald hinein
doch dunkel ist es dort heut nicht.
Die jungen Blätter sind noch klein,
den Weg erhellt das Vollmondlicht.
Klatschmohn
18.06.2008, 13:27
Liebe Lidania,
bisher kann ich keinen Makel an Deiner Reimform finden. Es gefällt mir gut, Holperer habe ich auch nicht bemerkt.
Ich würde die ganze Gedichtereihe vom Elf gerne mal hintereinander lesen, verbunden mit Bildern.
Ich kann mir die Elfenreise auch sehr gut als Buch vorstellen, alles in Pastell gemalt und auf jeder Seite eine Elfengeschichte.
So ein Buch hätte ich gerne als Kind gehabt.
Jetzt sage ich erst einmal : weiter gute Reise kleiner Elf.
Liebe Grüße,
Heidi
Ja - vielleicht findet sich ja ein Illustrator oder eine Illustratorin.....mal sehen, wie die Geschichte weitergeht.:)
Das Taumännchen
Gar manches Wesen lebt im Wald
für Menschenaugen unsichtbar.
Oft ist recht klein es von Gestalt
und hat doch Kräfte wunderbar.
Im Wurzelwerk der alten Linden
da ist das Taumännchen zu Haus.
Am Tage ist es nicht zu finden
geht nur nach Mitternacht hinaus.
Leise zieht es durch den Wald
sprüht feine Tropfen auf das Gras.
An jedem Blättchen sieht man bald
Glitzerperlen wie aus Glas.
Bote Waldkauz
Waldkauz kommt auf leisen Schwingen
landet vor dem Taumann sacht.
"Könntest du wohl Hilfe bringen
eh die Menschenwelt erwacht?
Bruder Fuchs kann sich nicht rühren
seine Pfote ist verletzt.
Komm, ich will dich zu ihm führen
steig auf meinen Rücken jetzt!
Auch der Elf hat es vernommen
folgt dem Waldkauz durch die Luft.
Seine Liebe heißt ihn kommen
wenn ein Tier um Hilfe ruft.
Klatschmohn
28.06.2008, 08:01
Liebe Lidania,
Du hast mir jetzt gerade wieder ein Lächeln auf mein Gesicht gezaubert und mich in eine schöne Stimmung hineinversetzt. Da danke ich Dir für.
Das Taumännchen, dass die bunten Tropfen auf alle Waldpflanzen sprüht hat sein Übriges getan.
Bunte Tautropfen in die Seele. Ich glaube mir gefällt auch immer, dass alles so verborgen und fast unsichtbar ist. Nur für feine Beobachter erkennbar, die eine große Liebe zur Natur prägt.
Da stellen sich Fragen wie bei einem Kind : Warum wachsen die Bäume, wer wohnt alles in solch einem Baum, in seinem Wurzelwerk, wie hängt alles zusammen.
Wieder sehr verzaubert grüßt,
Klatschmohn
Oh, Lidania -
wieso bin ich jetzt erst auf diese zarten Gebilde gestoßen?
Das sind ja wirklich filigrane Gedichtchen - wie Libellenflügel!
Man möchte wieder, wie als Kind, an Elementarwesen glauben!
Weitermachen!
Sammeln! Illustrieren (lassen)! Drucken lassen!
Entzückte Grüße
von
cyparis
(Der Nixe würde ich Schwestern zugesellen, damit sie Nixen sind )
Klatschmohn
28.06.2008, 11:05
Liebe Lidania,
Oh, Oh, während ich geschrieben habe, hattest Du schon wieder einen neuen Vers eingestellt.
Wie schön, es wird immer besser. Bruder Fuchs kann sich nicht rühren......, und alle kommen zur Hilfe. Ich schmelze dahin.
Mir gehts wie Cypi und ich wiederhole mich: Ich wills als illustriertes Buch.
In lauter Pastellfarben !!!!!!!!!!
Klatschmohn
Oh - danke euch beiden! Ich freue mich sehr, dass ich mit meinen kleinen "Geschichtchen" so viel Freude verbreiten kann! Ja - ich habe mir viel von den Träumen und Vorstellung meiner Kindheit bewahrt und so wie ich die Natur um mich herum mit wachen Augen beobachte, so fühle ich mich auch in sie hinein.....
Befreiung
Bald haben sie den Platz erreicht
wo Füchslein seine Pfote leckt.
Jedoch die Hilfe wird nicht leicht
weil sie in Jägers Falle steckt.
"Die kranke Pfote kann ich heilen,"
so spricht der Taumann mit Bedacht.
"Doch dürfen wir hier nicht verweilen,
denn bald vorbei ist nun die Nacht!"
Gar leise schwebt der Elf hinzu
berührt das Menschenwerk nur sacht.
Die Falle öffnet sich im Nu
und die Befreiung ist vollbracht.
Klatschmohn
25.08.2008, 22:38
Oh, hallo Lidiana,
wo hast Du nur gesteckt, ich habe Dich und deine zarten Geschichten schon sehr vermißt.
Das Füchslein hat ja nun lange genug in der Falle gesteckt und es wurde Zeit, dass es befreit wurde.
Jetzt muß der Taumann nur noch seine heilende Kunst ausübe, dann geht es dem Füchslein wieder gut. Hoffentlich ist nichts gebrochen.
Ich habe mich gefreut ,wieder etwas von Dir lesen zu können.
Liebe Abendgrüße,
Klatschmohn
Nach langer Pause geht es nun doch mal weiter:
Elfenzauber
Voll Dankbarkeit der Fuchs nun spricht:
"Das hätt ich wahrlich nie gedacht,
dass einmal so ein kleiner Wicht
mir Hilfe in der Not gebracht!
Woher hast du nur so viel Macht?
Du bist doch nur so zart und klein!"
Der Elf erwidert: "Diese Nacht
kann ich für jeden Helfer sein.
Doch wenn vorüber ist die Nacht,
so werden meine Kräfte schwinden.
Drum muss ich eh die Sonn erwacht
den Hügel unsrer Waldfee finden."
mondschein
14.06.2010, 04:52
Hallo Lindania,
so eine schöne Fantasy-Geschichte. Hier gefällt es mir sehr gut. Ich fühle mich fast wie ein Hobbit (ich bin ein Fan :)) und erwarte mit Spannung, wie die Geschichte weitergeht.
liebe Grüße mondschein
Hm ja - dann werd ich mir mal Mühe geben, dass noch was kommt....;)
Das Lied der Nachtigall
Oh hört, welch wundersamer Klang
ertönt dort aus den Zweigen?
Es ist der Nachtigall Gesang,
sie singt vom Elfenreigen.
Wenn in den Morgennebeln bleich
über die Wiesen gleiten
die Schönsten aus dem Feenreich
und dort im Tanze schreiten.
Voll Sehnsucht lauscht das Elfenkind
erhebt die zarten Flügel,
fliegt in die Waldesnacht geschwind
und sucht den Feenhügel.
mondschein
11.07.2010, 12:01
Hallo Lidana,
eine leichte, zarte, feine Stimmung, die Du in der Fortsetzung zauberst. Und irgendwie ist da auch ein bisschen Mitbangen mit dem Elf, dass er den Hügel der Waldfee findet. Ich überlege mir ja schon die ganze Zeit, warum er da hin will.
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
Liebe Grüße mondschein
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