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Hits: 145
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#2
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Namasté.
Wenn du gestattest, möchte ich dir erklären, weshalb ich deinem Bass - Solo zur Zeit Händels Messias vorziehe. Das Display meines Radios zeigt Titel Nummer 5 an: Das Volk, dass da wandelt (Arie Bass). Zwar geht diesem Gesang die Erotik abhanden, allerdings schafft er es, mich zärtlich an die Hand zu nehmen, so dass ich am Ende verliebt applaudieren muss. Woran das liegt, bleibt einem wie mir, der Musik kaum versteht, sondern lediglich hört und fühlt, verborgen, aber ich kann mir vorstellen, dass die Einfachheit und Eingängigkeit eine Rolle spielt. Freilich soll das nicht heißen, das jegliche Kunst einfach gehalten sein soll, ganz und gar nicht, aber ich glaube zu wissen, weshalb dein Gedicht mich beim ersten Lesen gewissermaßen abgeschreckt hat. Das Problem liegt in der, man muss schon sagen, massenhaften Verwendung der Adjektive. Manche Autoren gehen sogar soweit und nehmen von diesen Wortarten vornehmlich Abstand, weil sie dadurch die Qualität ihrer Texte bedroht sehen. Ich kann dem nicht zur Gänze zustimmen, aber meiner Meinung nach sind Adjektive wie der Pfeffer im Essen - dezent eingesetzt ist er geschmacksverfeinernd, aber zuviel dieses edlen Gewürzes und man wünscht sich den Koch eben dort hin, wo selbiges vornehmlich zu wachsen gedenkt. Ich erlaube mir, dir die Masse der Eigenschaftswörter im Text zu markieren. Zitat:
Ich möchte dir beileibe nicht in dein Gedicht hineinreden, jedoch wäre es meiner Meinung nach nur angemessen, die Pferde loszulassen und den ein oder anderen Koffer von der Ladefläche zu werfen. In diesem Sinne Siddhartha |
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#3
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Hallo Siddharrtha,
jetzt musste ich erst mal den Messias googlen und bin bei Weihnachtskonzerten gelandet . Na ja, ich kenne ganz wenig klassische Musik. Wieder was dazu gelernt.Wenn ich mir das Rot markierte so angucke, hast Du ganz eindeutig recht. Gott sei Dank, ist das Gedicht schon älter. Ich habe zwischenzeitlich dazu gelernt (ferdi hat mich auch schon mal darauf hingewiesen ). Und auch in diesem Punkt stimme ich mit Dir überein, Verben einzusetzen ist besser. Es wirkt lebendiger. Hauptsächlich beschreibend zu berichten ist für ein erotisches Gedicht wahrscheinlich nicht das Gelbe vom Ei. Beim nächsten Mal wird also auf Teufel komm raus gehandelt . Danke für Deine konstruktive Kritik . Liebe Grüße mondschein |
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#4
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@Siddhartha
Na, na, lass mal das Bunte so wie es ist. Eine Welt nur aus französischen und englischen Gärten ist so was von fade. Die Mischung macht’s. Wieso wachsen dann auf Feldern nicht nur pure Ähren Getreide, wer hat dann den blöden Strohhalm erfunden. Die dummen Brennnesseln im Beet. Das was du aufzeigst ist eine Feststellung keine Norm. Wobei ich zur Hälfte dir zunicke, die andere Hälfte schüttelt den Kopf. Man könnte beide Formen, die Urform hier und deine geänderte Version für richtig und falsch bezeichnen, wobei es ein richtig und falsch wiederrum nicht gibt. Eher klingender, oder treffender. Meine Meinung, eines unerfahrenen aber feinfühligen Individuums. So jetzt schneiden wir aus dem letzten Satz die Eigenschaftswörter heraus. Meine Meinung eines Individuums. Klingt wie Kartoffeln ohne Salz. Die Kunst beides zu schreiben, beide Stile zu beherrschen ist wohl richtig. @Mondschein Also ich finde deine eingestreute Farbe hier angemessen. Hier ja, wobei ich meine, das sie woanders in einem anderen Sinn oder Gedankengang, Gedicht, da wohl eher Übertreibung erzeugen könnte. Aber wie gesagt, alles zu seiner Zeit. Diese Zeit war richtig für mein befinden.
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der Gedankenspringer |
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#5
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Selbstverständlich zeige ich keine Norm auf, Horst, aber auch keine Feststellung. Nennen wir es lieber Anregung.
Ich sprach ja explizit vom ein oder anderen Koffer, den man abwerfen könnte. Dadurch würde immernoch genügend Farbe im Spiel bleiben will ich meinen. Von Schwarz - Weiß Denken soll hier keine Rede sein. In diesem Sinne Siddhartha |
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#6
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Hallo horstgrosse2,
danke für Deine Unterstützung. Der Strohhalm gefällt mir. Dann ist der Strohhalm die Stimmung, die entsteht, wenn man Musik hört. Das dabei eine Assoziation mit den Ähren aufkommt war volle Absicht . Die Verbindung zwischen Musik und Erotik hat - glaube ich - jeder schon mal erfahren. Da das Hören aber keinen handelnden Anteil beinhaltet, denke ich, sind auch Adjektive erlaubt. Ich wüsste derzeit auch nicht, wie ich es anders beschreiben könnte. Auf alle Fälle klopfe ich mir schon ein bisschen auf die Schulter, weil ich Musik in Worte gefasst habe. Zumindest habe ich es versucht. Dass Du es als passend empfindest freut mich.Liebe Grüße mondschein Hallo Siddhartha, ich habe schon verstanden was Du meinst und es auch als Anregung gesehen. Nur wüsste ich im Moment nicht, was ich ändern könnte. Bloß Rausstreichen wäre zu einfach und würde mehr kaputtmachen als verbessern. Ich muss also auf einen Einfall warten und hoffe, dass die vielen Adjektive derweilen nicht allzu störend sind. Liebe Grüße mondschein Geändert von mondschein (28.07.2010 um 11:44 Uhr) |
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#7
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da ich mit diesem Problem gut vertraut bin, wage ich mich mal an eine weniger farbige Version.
![]() Sanfte Töne, wellenrunder Klang, umspült mein Träumen, lässt die Melodie heiß vibrieren. Das Thema variiert ins Helle nimmt mich bei der Hand, wir tanzen, atmen die unbeschwerten Rhythmen. Während wir noch schwebend, wechselt es in ein wirbelndes Intermezzo, um bald darauf in Moll auszuatmen. Ein pulsierendes Stakkato treibt jubilierende Schlussakkorde. Bebende Stille - verliebter Applaus. Sieh es bitte nur als Anregung, denn letztlich kannst nur du dein Empfinden zum Ausdruck bringen. LG Perry |
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#8
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Hallo Mondschein
.Zuerst einmal dies: Ich denke bei Deinem Gedicht nicht an die Singstimme. Für mich beschreibst Du eher den (Kontra)Bass; der gesamte Text lässt mich diesem Instrument lauschen. Zugegeben, Du hast ziemlich dick aufgetragen, die Verse ziehen sich durch die Überlastung mit schmückendem Beiwerk teilweise erheblich. Manchmal ist weniger mehr. Perry hat aufs Äußerste reduziert, das klingt sehr schön. Vielleicht findest Du einen Mittelweg? Trotzdem mag ich Dein Werk, sogar einige Adjektive gefallen mir, weil ich den Bass (das Instrument ) auch sehr gerne höre und für meinen Geschmack hast Du den Klang teilweise sehr treffend formuliert.Falls Du Interesse hast: In meiner Schlangengrube findest Du unter "Wissenswertes" Gedichte über Adjektive, Verben, Substantive ..... Herzliche Grüße, Medusa.
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Geändert von Medusa (29.07.2010 um 13:08 Uhr) |
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#9
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Hallo Perry,
Dein Version ist formvollendet. Nur meine Absicht ... Du verstehst ? Weißt Du es gibt da einfach soviel unterschiedliche Spielarten .Wenn ich es so vergleichen darf, Dein Fassung ist Cool-Jazz und meine ist Fusion. Das klingt schon unterschiedlich. Deswegen muss ich jetzt mal überlegen, was ich von der Cool-Jazz-Szene in die Fusion-Szene rübernehmen kann. Ich würde nämlich gerne das Fusion-Feeling beibehalten.Ich merke schon, das wird ein schwierigeres Unternehmen. Ich glaube Deine Anregungen kann ich gut dazu gebrauchen . Wie lange es allerdings dauert bis es fertig ist, kann ich noch nicht sagen.Danke für die Mühe, die Du Dir gemacht hast .Liebe Grüße mondschein |
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#10
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Hallo Medusa,
hm hm ich wollte tatsächlich für den E-Bass (Kontrabass geht auch) was schreiben. Das ist ein Instrument, dass oft nicht so richtig wahrgenommen wird, aber wehe die Basslinie geht ab. Das klingt nicht gut. Dick aufgetragen habe ich wahrscheinlich, weil mir das Instrument am Herzen liegt. Ich spiele selbst Bass, wobei das LI in dem Gedicht die Rolle der Erzählerin einnimmt. Vielleicht ist es deshalb so üppig ausgefallen ... um den Zuhörer mitzureißen .Es freut mich natürlich sehr, wenn du sagst, dass einige Passagen für Dich sehr treffend formuliert sind .Oh Gott, oh Gott, oh Gott, Adjektive usw.. Ich gestehe mein Gedächtnis arbeitet da auf Grundschulniveau (das vor 43 Jahren) . Ich kenne Hauptwörter und so .... . Alles andere ist im Laufe der Jahre verschütt gegangen. Na ja, wenn man solche Wörter nie benutzt sind sie irgendwann weg.Ich werde mal zu Dir rüberlesen. Vielleicht taucht das eine oder andere wieder aus der Versenkung auf. Liebe Grüße mondschein |
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